Eine kirchliche Familie Geweihten Lebens

 

Die Gemeinschaft der Seligpreisungen, eine kirchliche Familie des geweihten Lebens

 

Der 8. Dezember 2020, Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens, war für die Gemeinschaft der Seligpreisungen
ein
geschichtsträchtiger Tag.

 

Was ist geschehen?

Am 8. Dezember 2020, dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens, hat Msgr. Robert Le Gall, Erzbischof von Toulouse, im Rahmen der Eucharistiefeier in unserem Haus in Blagnac die Gemeinschaft offiziell als ‚kirchliche Familie des geweihten Lebens’ auf diözesaner Ebene errichtet.

 

Was war die Gemeinschaft vorher?

Im Jahr 2011 wurde die Gemeinschaft bereits als eine ‚öffentliche Vereinigung von Gläubigen‘ errichtet, im Hinblick darauf, eine ‚kirchliche Familie des geweihten Lebens‘ zu werden. Der Status ‚öffentliche Vereinigung von Gläubigen‘ ist die Voraussetzung auf dem Weg der Anerkennung als ein Institut des geweihten Lebens durch die Kirche.

 

 

Was ist eine kirchliche Familie des geweihten Lebens?

Dies ist der Name für die rechtliche Form eines spezifischen Institut des geweihten Lebens mit einer plurivokationalen Struktur. Zuständig für alle Institute des geweihten Lebens und damit auch für deren Anerkennung, ist die Kongregation für die Ordensleute im Vatikan.

 

Plurivokational bedeutet, dass Menschen aus allen Lebensständen, sprich Laien, geweihte Brüder und Schwestern und Priester dasselbe Charisma tragen. Die Identität der einzelnen Lebensstände in ihrer Einzigartigkeit bleibt erhalten, selbst wenn sie als eine Gemeinschaft leben und wirken. Unter den plurivokationalen Gemeinschaften, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind, ist unsere die erste, die als ein Institut des geweihten Lebens mit dem Titel ‚kirchliche Familie des geweihten Lebens’ anerkannt wurde.

 

 

Warum findet die Anerkennung auf diözesaner Ebene statt?

Dieser Status stellt eine ganz normale Stufe im Verlauf des Anerkennungsprozesses eines Instituts des geweihten Lebens dar: Zunächst erfolgt die Errichtung und Anerkennung auf diözesaner Ebene; unter bestimmten Voraussetzungen, wie die internationale Verbreitung und entsprechende Mitgliederzahl, wird dann in einem späteren Schritt die Anerkennung mit päpstlichem Recht ausgesprochen.

 

 

Was bedeutet dies für den Alltag der Gemeinschaft?

Unser alltägliches Zusammenleben und unsere Mission für die Kirche ändern sich nicht. Gerade sie sind ja fundamentaler Bestandteil unseres Charismas, das durch die Anerkennung von der Kirche gutgeheißen wurde. Schon seit 2011 haben wir neue Statuten, die von der Kirche approbiert wurden und nach denen wir seither gelebt haben. Unsere Gelübde bekommen jedoch jetzt offiziellen Charakter, denn sie sind nicht mehr privater, sondern verbindlicher öffentlicher Natur. Das bedeutet, dass sie von der Kirche feierlich angenommen werden und das geweihte Leben in unserer Gemeinschaft offiziell als wirksame Gnadengabe für das Leben und die Sendung der Kirche bestätigt wird. Als Zeichen dafür haben am
8. Dezember alle Mitglieder des Generalrates ihre Gelübde bzw. ihr Engagement vor dem Bischof abgelegt.